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Was Sie zu tun haben im Peer-to Peer-Netzwerk...
Haben Sie auf allen Rechnern die nötigen Clients und Protokolle für die Kommunikation installiert, geht es jetzt ans Eingemachte. Wir schauen uns an, was Sie noch tun müssen, um mit dem Dateienaustausch und anderen nützlichen Vorteilen eines PC-Netzwerks beginnen zu können.
| Freigabe von Dateien |
Die erste Sache, die sie abchecken müssen : Haben Sie die Option Datei- und Druckerfreigabe in Ihrem Fenster Netzwerk in den Systemeinstellungen eingestellt (siehe "Erste Schritte im Peer-to-Peer-Netzwerk"). Wenn diese Option aktiviert ist, haben Sie damit schon einmal festgelegt, daß andere Benutzer auf Ihren Rechner zugreifen können und dabei sowohl Zugriff auf Ihre Dateien als auch auf Ihren Drucker haben, wenn denn einer vorhanden ist. Diese Option war allerdings nur die generelle Erlaubnis zum Zugriff, auf welche speziellen Dateien und Verzeichnisse zugegriffen werden darf, das legen wir im folgenden nun fest.
Gehen Sie dazu zunächst auf Ihrem Windows-Desktop auf das Icon Arbeitsplatz und klicken Sie auf Ihr Laufwerk C mit der rechten Maustaste, um das Kontextmenu zu sehen. Mit der Installation des Clients und der Netzwerkprotokolle hat Windows das Menu automatisch erweitert, und zwar um den Eintrag Freigabe, den wir nun auch anklicken.
Auf der Registerkarte Freigabe, die sich nun
geöffnet hat, sehen Sie eine ganze Reihe von Optionen für die Freigabe Ihres
Festplatten-Laufwerks C.
Die Option Nicht Freigeben erklärt sich
wohl von selbst, hiermit erreichen Sie es, daß wirklich niemand auf Ihre Daten
und auf Ihren Drucker zugreifen kann. Da wir das ja aber nicht wollen, kommen
wir zur nächsten Option.
Wählen Sie die Option darunter Freigeben
als aus, werden automatisch alle darunter liegenden Optionen aktiviert
und bieten weitere Einstellungsmöglichkeiten. Wählen Sie zunächst einen
Freigabenamen für Ihr Laufwerk C aus, unter dem es im Netzwerk bekannt sein
soll, man kann hier natürlich auch einfach nur den Laufwerkbuchstaben angeben,
je nachdem, wie es sinnvoll ist. In der Eingabefläche darunter können Sie
zudem noch einen Kommentar dazu schreiben.
Die weiteren Option, zu denen wir
jetzt kommen, beschreiben konkret die Zugriffsrechte der anderen Benutzer.
Schreibgeschützt
bedeutet soviel, daß die anderen Benutzer zwar Ihre Daten lesen und nutzen, sie
aber nicht in irgendeiner Weise verändern oder beschreiben dürfen, daher auch
der Begriff schreibgeschützt. Der darauf folgende Lese/Schreibzugriff
bietet dagegen schon mehr, mit der Aktivierung dieser Option dürfen die User
lesen und schreiben, haben also den vollen Zugriff auf Ihre Daten, müssen
hierfür allerdings ein Kennwort eingeben, das Sie im unteren Feld
Lese/Schreibkennwort festlegen müssen. Die allerletzte Option ist der Zugriff
abhängig vom Kennwort, diese Option bietet noch mehr Sicherheit, weil
sich nun die verschiedenen Benutzer individuell mit Ihrem eigenen Benutzernamen
und Passwort anmelden müssen, um den Zugriff zu bekommen.
| Freigabe vom Drucker |
Wenn an Ihrem Rechner ein Drucker angeschlossen und konfiguriert ist, den auch andere im Netzwerk mitnutzen sollen, dann müssen Sie auch den Drucker freigeben, genauso wie eben die Dateien und Verzeichnisse.
Um dies durchzuführen, gehen Sie mal wieder in Ihre Systemsteuerung und wählen hier das Icon Drucker aus mit einem Doppelclick. Das Fenster mit den konfigurierten Druckern öffnet sich und genauso wie eben bei der Freigabe der Laufwerke, suchen Sie sich das Icon Ihres Druckers und klicken mit der rechten Maustaste darauf, um in das Kontextmenu zu gelangen. Hier wählen Sie wiederum den Eintrag Freigabe, das kennen Sie ja nun schon alles.
Wie Sie sehen können, hat Windows als Freigabename schon automatisch Ihre
Druckerbezeichnung eingegeben, Sie können dies aber natürlich auch immer
ändern, dies ist nur ein Vorschlag aber kein Zwang, im erneuten Feld Kommentar
können Sie auch wieder etwas schreiben genau wie bei der Freigabe der
Datenlaufwerke.
Der wichtigste Punkt : Vergeben Sie im unteren Feld ein Kennwort,
mit dem auf Ihren Drucker zugegriffen werden kann.
| Die Netzwerkumgebung |
Sind alle Rechner miteinander verbunden, eingeschaltet und ordnungsmäßig konfiguriert, kann es jetzt endlich losgehen.
Wie sehe ich nun meine "Nachbarn", wie kann ich nun auf ihre Daten zugreifen? Die Frage wollen wir hier angehen.
Klicken Sie auf Ihrer Windows-Oberfläche einmal auf Ihr Netzwerkumgebungs-Icon, daß Sie nun hier finden sollen. Normalerweise sollten Sie hier nun den Eintrag Gesamtes Netzwerk sowie die Namen der angeschlossen Rechner finden, jeweils mit einem Computersymbol davor.
Mit einem Doppelklick auf das Icon des jeweiligen Users gelangen Sie in ein
neues Fenster, in dem Sie alle Laufwerke sehen, die dieser Benutzer für den
Datenaustausch freigegeben hat. Nach einem weiteren Doppelklick auf den
Laufwerksnamen gelangen Sie ein Explorerfenster, in dem Sie alle Dateien auf
diesem freigegebenen Laufwerk einsehen können, Sie können sich hier nun frei
bewegen, so als ob Sie auf Ihrer eigenen Festplatte wären.
Natürlich
können Sie auch über Ihren eigenen Windows-Explorer auf die Daten des anderen
leicht zugreifen. Öffnen Sie hierzu Ihren Explorer und scrollen Sie im linken
Fenster so lange nach unten bis Sie zum Eintrag Netzwerkumgebung kommen, hier
klicken Sie mit einem Doppelklick drauf. Nun sehen Sie, wie auch über die
Netzwerkumgebung des Desktops, alle angemeldeten Benutzer im Netzwerk mit all
Ihren freigegebenen Ressourcen bzw. Laufwerken, auf die Sie nun zugreifen
können. Der Explorer ist hierbei doch sehr zu empfehlen, gerade wenn Sie
Dateien kopieren oder verschieben möchten. Sie können hierzu nämlich
natürlich alle Funktionen des Explorers nutzen, so wie Sie es gewohnt sind.
| Netzlaufwerke verbinden - Mapping |
Wenn der Zugriff auf die Dateien und Verzeichnisse öfters stattfindet, gibt es noch einen leichteren Weg und einen Weg, den Zugriff viel einfacher zu gestalten, und zwar mit dem Mapping, d.h. Netzlaufwerke zu verbinden. Man richtet sozusagen das Laufwerk des anderen Benutzers dauerhaft auf seinem Rechner und seinem Explorer ein, um einfach und schnell darauf zugreifen zu können.
Klicken Sie hierzu im Windows-Explorer Ihres Rechners auf die
Netzwerkumgebung und dann auf den speziellen User d.h. auf die Workstation, auf
der sich das gewünschte Laufwerk befindet, das "gemappt" werden soll.
Suchen Sie hier das Laufwerk heraus und klicken Sie wieder mit der rechten
Maustaste darauf, um in das Kontextmenu zu gelangen und wählen Sie hier den
Eintrag Netzlaufwerk verbinden aus.
Im nun folgenden Fenster wählen Sie
zunächst den Laufwerkbuchstaben aus, über den das Laufwerk des anderen Users
dann in Ihrem Explorer-Fenster zu sehen sein soll. Bitte passen Sie hierbei auf,
daß es nicht zu Mehrfachnennungen kommt. Außerdem muß unbedingt die
Schaltfläche Verbindung beim Start wiederherstellen aktiviert sein, denn nur
damit ist die Verbindung zum Laufwerk korrekt eingerichtet. Bei jedem Starten
Ihres Rechners wird somit überprüft, ob auch der Rechner mit dem verbundenen
Laufwerk online d.h. eingeschaltet und angemeldet ist. Wenn dies so ist, wird
nun das verbundene Laufwerk wie eines Ihrer eigenen Festplattenlaufwerke im
Explorer angezeigt und Sie können locker und leicht darauf zugreifen und
müssen nicht immer erst über die Netzwerkumgebung gehen. Sie können diese
gemappten Laufwerke leicht von Ihren eigenen unterscheiden, das Symbol sieht
anders aus, und zwar hat hier das Festplattensymbol zusätzlich ein
Netzwerkkabel unter sich, dies haben Ihre eigenen Festplattenlaufwerke nicht.
Um
die Verbindung zu einem Laufwerk eines anderen Users wieder zu trennen,
gehen Sie wieder mit der rechten Maustaste auf das Laufwerkssymbol und wählen
den Eintrag im Kontextmenu Trennen. Somit ist die ständige
Verbindung wieder getrennt und das Netzlaufwerk wird automatisch sowohl aus dem
Explorer als auch aus Netzwerkumgebung auf dem Desktop gelöscht.