Ethernet =! Ethernet
| Ethernet, was ist das eigentlich ...
Der Netzwerkbegriff Ethernet beschreibt das in der heutigen Zeit benutzte System des Netzwerks. Es hängt sehr eng mit den Netzwerktopologien zusammen, die sich genauso wie das Ethernet über die Zeit immer weiterentwickelt haben. Die verschiedenen Arten unterscheiden sich stark in ihrer Nutzung und ihren Voraussetzungen, handeln allerdings alle nach dem einheitlichen und genormten Zugriffsverfahren CSMA/CD |
![]() |
| 10 BASE-5 = Thick-Ethernet | |
| Diese Art des Ethernets stellt den eigentlichen Ursprung
dar.
Seinen Urpsrung hat das 10 BASE-5 Ethernet in der Bus-Topologie und seinen Namen vom Koaxialkabel, mit dem die Rechner in diesem Verbund angeschlossen werden. Durch seine Dicke von ca. 1cm ist das Kabel wesentlich weniger anfällig gegenüber die diversen Störfaktoren von außen. Der große Nachteil beim Thick-Ethernet liegt darin, daß die Rechner
nicht direkt an den Strang angeschlossen werden können, es bedarf
hierbei eines Transceivers, zusätzlich zu einem speziellen Kabels, das
die Verbindung zwischen der Netzwerkkarte und dem Hauptkabel übernimmt. |

| 10 BASE-2 = Thin-Ethernet | |
| Auch hier herrscht die Bustopologie vor, das Kabel ist
aber im Gegensatz zum oben beschriebenen Thick-Ethernet nur halb so dick
und kann natürlich wesentlich leichter verlegt werden ; es trägt den
Namen RG-58. Die gute Abschirmung gegenüber dem anderen Kabel fehlt
natürlich, dafür ist es aber auch kostengünstiger.
Einige Abstriche muß bei der Planung des Netzwerks bei der maximalen Kabellänge machen. Beim Thin-Ethernet darf die Länge von 185m (für den Gesamtstrang) nicht überschritten werden, beim Thick-Ethernet hat man ganze 500m zur Verfügung. Vorteile liegen im Kostenfaktor, es wird zum Beispiel auch kein
Transceiver (dieser ist in der Netzwerkkarte integriert, Standard bei
heutigen Karten) oder ein spezielles Kabel benötigt, die Kabel können
direkt an die Netzwerkkarte angeschlossen werden. |
| 10 BASE-T = Twisted-Pair-Ethernet | |
| Diese Art des Ethernets ist die zur Zeit aktuelle und
beliebteste, die Basis ist die Sterntopologie. Bei dem Kabel handelt es sich um das allseits bekannte Twisted-Pair-Kabel, welches zwar relativ störanfällig ist und daher auch nicht über lange Strecken verlegt bzw. installiert werden sollte, trotzdem aber den doch geringen Preis für sich verbuchen kann. Die Workstations werden gemäß der Sterntopologie mit dem Verteiler im Netzwerk, dem HUB, verbunden, der den Netzwerktraffic regelt und koordiniert. Dementsprechend müssen zwar mehrere Kabel als beim Bussystem verlegt werden und neben den Kosten für den HUB bleiben die höheren Kabelkosten, trotzdem hat man den unschätzbaren Vorteil der höheren Ausfallsicherheit. Wenn ein Kabel bzw. eine Verbindung nicht mehr funktioniert, ist nicht gleich das gesamte Netz lahmgelegt. Wichtiger Vorteil Nr. 2 : Die leichte Erweiterbarkeit. Kommt es zu
Engpässen bei der Anzahl der Rechner, werden einfach zwei HUB's
gekoppelt, mit ihren 4,6,8 oder auch 16 Anschlüssen ist das Netzwerk
variabel erweiterbar. |

| 100 BASE-T = Fast-Ethernet | |
| Hierbei handelt es sich um den
"großen Bruder" des Twisted-Pair-Ethernets.
Ein Unterschied liegt in der Anzahl der max. miteinander verbundenen HUB's. Durfte man beim Twisted-Pair-Ethernets noch 4 HUB's verbinden, sind es hierbei nur der 2, die Kabellänge von 100m bleibt allerdings gleich. Durch den sehr hohen Datendurchsatz im Netz, spielt bei dieser Art des Ethernets die Kabelqualität eine wichtige Rolle. CAT5 ist die Bezeichnung, auf die geachtet werden muß, auch andere Komponenten wie z.B. die speziellen Anschlüsse müssen dieser Art entsprechen. |